Newsletter vom 24.8.2026
Liebe Steppenkind-Freunde,
ich bin begeistert von den Fortschritten unseres neuen Projekts in Khaliun. Die Projektleiterin Enkhtuya Battulga äußerte vor 10 Tagen ein Anliegen: Sie möchte hinter dem neuen Wohnheim der Internatskinder einen Obstgarten anpflanzen. Zur Erinnerung: Das ist der Platz auf dem unser großes Lehrwerkstätten-Gebäude stand und leider durch einen grauenvollen Brand vernichtet wurde.
Ist das nicht wunderbar?
Ein Trost für die verbrannte Erde. Ich erlebe das als Prozess der Heilung für alle, die sich damals für das Lehrwerkstätten-Gebäude mit Herz und Seele und viel Muskelkraft eingesetzt haben.
Der Obstgarten soll 30 x 40 Meter groß werden – mit Windschutzpflanzen (sibirische Ulme, Flieder, sibirische Erbsensträucher) umrandet und mit Apfelbäumen und Sanddornbüschen bepflanzt werden. SchülerInnen haben bereits Steine und Reste von der Erde abgetragen, so dass es bald losgehen kann.
Ich freue mich sehr. Auch darüber, dass unsere Projekt-PartnerInnen in der Mongolei eigene Ideen entwickeln und Initiative ergreifen.
Und großartig: Wir können das mithilfe Eurer Spenden (den Rücklagen) und den Ergebnissen des Spendenlaufs 2026 des Jules Verne Campus finanzieren.
Allen sei gedankt.
Die Initiativgruppe in München wird alsbald die erforderlichen Mittel überweisen. Zudem habe ich heute früh an Stiftungen geschrieben und um eine Beteiligung gebeten. Bisher leider ohne positives Ergebnis.
Konzept PHASE II – 2027 – 2030
Letzte Wochen kamen von unserer NGO „Herz für die Zukunft der Kinder“ weitere Ideen, zusammengefasst in einem Konzept, das sie die PHASE II – 2027 – 2030 genannt haben.
Dazu gehören:
- Die Einrichtung von 3 Lehrwerkstätten,
- die Erweiterung der kleinen Bibliothek zu einem Lernzentrum,
- etliche Trainings in unserem Jugendbildungszentrum.
Auch ist es wichtig, nach wie vor die Internatskinder speziell durch Nahrungsmittel-Zuschüsse, Medizin und Lernmaterial zu begleiten. Die Inflationsrate beträgt in der Mongolei 12 %, bei Lebensmitteln 23,6 %.
Das heißt, die Eltern sind kaum in der Lage, den Schulaufenthalt ihrer Kinder zu unterstützen. Der Staat finanziert den Nomadenkindern nur eine dürftige Grundernährung während des Schuljahrs.
Vom 1. Vorsitzenden der NGO, Dr. Bayanmunkh, hörte ich:
Die Jugendlichen aus Khaliun, die sich kürzlich für ein Studium beworben haben, sind erfolgreich gewesen und waren die Besten der gesamten Provinz Gobi-Altai.
TeilnehmerInnen des KI-Seminars im Jugendzentrum haben gemeinsam mit Hilfe der KI ein Dankes-Lied in Deutsch für uns alle generiert. Leider hat die Aufnahme so viele Megabytes, dass ich sie euch nicht mailen kann. Wir werden es bei unserem Treffen im Herbst anhören.
Ich wünsche Euch einen angenehmen Spätsommer.
Herzliche Grüße, Sibylle

steppenkind.de